Enttäuschung in Hofstede: Die CDU hat den dringend benötigten Ausbau der Straßenbahnlinie 316 verhindert. Im Verwaltungsrat der VRR stimmten zwar alle Vertreter von SPD und Grünen für den Bau eines zusätzlichen Kehrgleises an der Haltestelle Hannibal-Einkaufszentrum. Die CDU lehnte das Projekt mit ebenfalls 22 Stimmen geschlossen ab. Letztlich blockiert die CDU damit den Fortschritt.
„Die BOGESTRA und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) haben sich ausdrücklich für den Ausbau ausgesprochen – doch die CDU hat sich quer gestellt.“, erklärt Martina Schnell, SPD-Ratsmitglied für Hofstede.
„Die Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die täglich auf die Linie 316 angewiesen sind“, erklärt Martina Schnell. „Gerade für Hofstede wäre der Ausbau ein echter Gewinn gewesen: zuverlässigere Verbindungen, pünktlichere Bahnen und eine direkte Anbindung an das Hannibal-Einkaufszentrum – das hätte vielen Familien, Jugendlichen und älteren Menschen den Alltag erleichtert.
Die Linie 316 weist seit Jahren die schlechtesten Pünktlichkeitswerte aller Straßenbahnlinien im Netz der BOGESTRA auf. Grund ist unter anderem das fehlende Kehrgleis, das keine flexiblen Wendemöglichkeiten zulässt. Insbesondere Fahrgäste mit dem Ziel Hannibal-Einkaufszentrum müssen derzeit rund 500 Meter von der Haltestelle Hordeler Straße zu Fuß zurücklegen – trotz vorhandener Haltestelle direkt am Zentrum.
„Wir als SPD haben uns klar für den Bau der Weiche eingesetzt – aus Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger in Hofstede. Wir wollen konkret den Alltag besser machen“, so Schnell weiter. „Das Hannibal-Einkaufszentrum ist nicht nur Nahversorger, sondern ein wichtiger Knotenpunkt für Umsteigerinnen und Umsteiger. Gerade ältere Menschen, Familien mit Kindern oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität brauchen diese direkte Anbindung.“
Mit dem 2-Millionen-Euro-Invest hätte nicht nur die Betriebsqualität verbessert, sondern wären wichtig, für ein attraktives ÖPNV-Angebot der Zukunft.
„Die CDU hat ein zukunftsfähiges, wirtschaftliches und bürgernahes Projekt blockiert. Das ist nicht nachvollziehbar“, so Schnell. „Wir als SPD bleiben dran – für besseren Nahverkehr, für die Mobilitätswende, für die Menschen und für Hofstede.“




